Peugeot lässt sein legendäres 504 Coupé wiederaufleben. Zumindest optisch. Unterm neuzeitlich interpretierten Blech befindet sich beim Peugeot e-Legend hingegen zukunftsweisende Technik, die unter anderem maximalen Komfort verspricht.

Für alle Neuzeit-Bardots und -Delons: Peugeot e-Legend Concept AWD

Die Früchte der Zusammenarbeit zwischen Pininfarina und Peugeot gelten noch heute als Meilensteine des Autobaus. Legendär etwa ist das 504 Coupé, dass knapp 50 Jahre nach seinem Erscheinen als Konzeptauto e-Legend eine Art Comeback auf dem Pariser Autosalon (2. bis 14. Oktober) feiern darf.

Peugeot e-Legend und Peugeot 504

Einfach als Hommage reicht nicht, weshalb die Franzosen Optik und Technik dieser Neuzeit-Interpretation auf den allerneusten, zukunftsweisenden Stand gebracht haben. Wie der Name des zweitürigen und 4,65 Meter langen e-Legend andeutet, hat Peugeot hier einen Elektroantrieb verbaut, auf den schon ab dem nächsten Jahr auch Serienmodelle der PSA-Gruppe setzen.

Chic: die länglichen Schlitze in der “Motorhaube”

Typisch Studie, handelt es sich im Fall des Neo-504 um einen auf protziges Leistungsniveau skalierten Allradantrieb, der mit 340 kW/462 PS und 800 Newtonmetern Drehmoment einen Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 in unter vier Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h erlauben soll. Ebenfalls üppig: Die 100-kWh-Batterie, die laut Hersteller für eine WLTP-Reichweite von 600 Kilometern reicht.

Peugeot e-Legend Exterieur
Starke Front: Leuchten die Querstreben im Kühlergrill, fährt der e-Legend autonom

 

Peugeot e-Legend Exterieur
Am Heck kommt die technisch anmutende Lichtsignatur mit dem Drei-Krallen-Muster eindrucksvoll zur Geltung

Trotz gewisser Retro-Anleihen bietet der e-Legend ein betont modernes Design, was sich etwa an schicken LED-Leuchten mit auffälligen Nachtsignaturen oder den kamerabasierten Miniatur-Aussenspiegeln zeigt. Très chic ist ausserdem der Verzicht auf Türgriffe, stattdessen hat das Konzeptauto für die sich elektrisch öffnenden und schliessenden Portale eine Sensorsteuerung im Heckfenster.

Peugeot e-Legend Exterieur
Eindrucksoll schmal fallen auch die A- und C-Säulen aus

Wohnliches Flair im Peugeot e-Legend Concept

Das Heckfenster beherbergt auch ein Display, welches die «Passagers» willkommen heisst. Willkommen dürften sich diese im Innenraum ganz sicher fühlen, empfängt sie dieser doch mit einem stilvollen und wohnlichen Flair.

Peugeot e-Legend Interieur

Auffällig sind die ganz nach 70er-Jahre-Art mit türkisfarbenem Plüsch bezogenen Sitze in Kombination mit dunklen Holzapplikationen. Deutlich zukunftsweisender ist das 49-Zoll-Riesendisplay im Armaturenbrett.

Peugeot e-Legend Cockpit

Darüber hinaus befinden sich in den Türen 29-Zoll-Displays und 12-Zoll-Bildschirme in den Sonnenblenden. Schalter und Knöpfe sind hier nahezu überflüssig, die wichtigsten Bedienelemente sind ein 6-Zoll-Touchscreen und ein Drehregler in der Mittelkonsole. Ausserdem lassen sich viele Funktionen über Sprachbefehle steuern. Auf ein Lenkrad wird ebenfalls verzichtet, sofern man im vollautonomen Fahrmodus fährt.

Peugeot e-Legend Cockpit

Hier bietet der e-Legend zwei Varianten, eine, bei dem der Fahrgast maximal entspannen darf, und eine, bei dem sich das Fahrzeug dynamisch bewegt und die Insassen vollvernetzt zum Beispiel ihren Terminkalender bearbeiten oder mit sozialen Netzwerken interagieren können. Alternativ kann der Fahrer das ausfahrbare Volant übernehmen und sich ganz klassisch nach alter 504-Manier für einen Cruising- oder Sportmodus entscheiden.

Peugeot e-Legend Cockpit

 

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