Der Ineos Grenadier sieht optisch nicht zufällig aus wie der Land Rover Defender, obwohl der Grenadier ein komplett anderes Fahrzeug wird: der Motor stammt von BMW, das Getriebe von ZF, der Leiterrahmen von Gestamp/Spanien und die Entwicklung übernimmt Magna Steyr in Graz.

Eigentlich wollte der britische Milliardär James Ratcliffe “nur” den alten Defender weiterbauen. Doch Land Rover lehnte dies kategorisch ab. So entstand der Ineos Grenadier – benannt nach Ratcliffes Lieblingspub.

Das Ineos Grenadier Design zitiert klar den Defender – in den Details zeigt sich jedoch, dass es sich nicht um einen Nachbau handelt, sondern um einen smarten Neuaufbau. So sind statt der kleinen Dachfenster kleine Relings verbaut, wo sich Ausrüstungsgegenstände am Auto befestigen lassen. Auch die Hecktür ist beim Ineos Grenadier anders: Sie ist zweigeteilt. Für den schnellen Zugriff lässt sich die kleinere Hecktüre öffnen, an der kein Reserverad befestigt ist.

Das Ineos Grenadier Rezept: Motor von BMW, Getriebe von ZF, Leiterrahmen von Gestamp und die Entwicklung bei Magna Steyr in Graz

Der Anfang des Projekts Grenadier kam mit dem Ende der Produktion des Land Rover Defenders 110 im Jahr 2016. Der britische Landy Enthusiast und Milliardär James Ratcliffe war darüber sehr enttäuscht. Er wollte den alten Defender unter Eigenregie weiterbauen – doch Jaguar Land Rover lehnte ab. Also gründete Ratcliffe das Projekt Grenadier – benannt nach seinem Lieblings-Pub in London. Dort skizzierte er auch zum ersten Mal sein Geländewagen-Projekt auf einem Bierdeckel.

Bei der Entwicklung des Grenadiers macht Ratcliffe keine halben Sachen. Mit der Entwicklung bei Magna Steyr in Graz (wo auch die G-Klasse gebaut wird) holt sich Ineos einen erfahrenen Allrad-Experten an Bord. Der Grenadier selbst wird einen Sechszylinder-Diesel und -Benziner von BMW erhalten und die Achtgang-Automatikgetriebe wird von ZF geliefert. Verkaufsstart soll Ende 2021 sein.

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